Reiswein
ist das Nationalgetränk Japans. Er wird kalt oder warm getrunken. Sake wird
aus Reis, Gärmittel und Wasser hergestellt und enthält ca. 15% Alkohol.
Sake oder Nihonshu
wird auf Deutsch meist mit
Reiswein übersetzt, wobei er mit dem westlichen Wein eigentlich nicht viel
gemeinsam hat. Sake wird im Wesentlichen aus den Bestandteilen Reis, Wasser und
Reishefe hergestellt, die einfacheren Sakesorten
beinhalten
zusätzlich Zucker und Alkohol. Der Geschmack und die Qualität des Sakes
ist maßgeblich von drei Faktoren abhängig: von der Sorte des Reis,
von der Qualität des Wassers und der Technik des Bierbrauers. Es gibt unterschiedliche
Bewertungs- und Unterscheidungs-Maßstäbe für Sake. Einer davon
ist das Siegel auf der Flasche, das entweder einen goldenen (für Junmai-Sake,
Sake mit 100% Reisgehalt) oder einen silbernen Rand (für Sake mit Alkoholzusatz)
hat. Desweiteren erkennt man an der Dicke dieses Randes den Grad, zu dem der Reis
vor der Gärung poliert wurde. Wenn nur die äußerste Rosette silber
/gold ist, bedeutet dies, daß der verwendetet Reis noch bis zu 65% seines
Ursprungsgewichtes hat, wenn der ganze Rand gefärbt ist, hat der Reis nur
noch bis zu 55% seines früheren Gewichtes. Die Farben im Inneren des Siegels
bestimmen nach einem festgelegten Schlüssel die Trockenheit des Reisweins.
Blau- und Grüntöne zeugen von Trockenheit, rote und braune Farben deuten
auf lieblichere Geschmacksrichtungen hin.
Die
Herstellung von Sake
Zuerst wird der Reis geschält und auf ca. Die
Hälfte seiner ursprünglichen Größe herunterpoliert. Diese
Stufe der Verarbeitung entscheidet zu einem wichtigen Teil über die spätere
Qualität des Sakes. Während der Reis für
durchschnittlichen
Sake nach diesem Prozeß ca. 65% seiner Ursprungsgröße hat, wird
der Reis für Qualitäts-Sake auf bis zu 50% reduziert. Durch das Polierenändert
der Reis seine längliche Form und nimmt eine runde, perlenartige Gestalt
an. Er wird vorsichtig gewaschen (durch den Verlust seines "Mantels"
ist er jetzt sehr empfindlich) und muß je nach Feuchtigkeitsgehalt und Wassertemperatur
bei einer festgelegten Temperatur ein bis drei Stunden quellen. Zeit und Temperatur
sind hier genau einzuhalten, da sonst die Fermentation nicht im gewünschten
Rahmen stattfinden kann und es zu Qualitätsschwankungen kommt. Er wird gekocht
und anschließend möglichst schnell abgekühlt. Diese Schritte werden
bei gutem Sake alle noch von Hand gemacht. Anschließend wird der Reis für
2 Tage zusammen mit einer Kultur aus Reishefe in einem Fermentationsgefäß
gelagert. Bei sehr gutem Sake ist dieses noch aus Holz, der günstigere Sake
fermentiert heute in einem Metallgefäß. Anschließend wird er
sterilisiert und in Flaschen abgefüllt.
Wie
Sake getrunken
wird Wie auch unser Wein ist Sake ein lebendes Getränk.
Das bedeutet, daß hohe Temperaturen oder eine direkte Aussetzung der Sonne
ihm nicht gut bekommen. Er sollte also immer kühl und schattig gelagert werden.
Kalt: Kalter
Sake
wird bei einer Temperatur zwischen 8 und 12°C getrunken. Der Geschmack trockenen
Sakes kommt besonders gut zum Tragen, wenn er kalt getrunken wird. Besonders köstlich
ist auch "Sake on the rocks", also auf Eiswürfeln serviert. Warm:
Wenn Sake warm getrunken wird, sollte er eine Temperatur zwischen 45 und 50°
haben. Auf 50° erhitzter Sake wird in den Sakekelch gefüllt, beim Umfüllen
in die Becher kühlt diese um 3-4°C ab. Die Frage ob Sake kalt oder warm
getrunken werden sollte, hängt vom eigenen Geschmack und von der Sorte ab.
Feiner Sake mit weniger Säure schmeckt in der Regel besser kalt, kräftigere
Sakesorten werden eher warm getrunken. Traditionellerweise wird Sake jedoch nicht
nur warm oder kalt getrunken, sondern auch als Cocktail gemischt mit anderen Getränken.
Als Aperitif z.B. kann eine Mischung aus 4/5 Sake und 1/5 Calpico auf Eis getrunken
werden oder ein einfacher "Sake on the Rocks" mit dem Saft einer halben
Zitrone oder stärkere Sakesorten auch als Longdrink mit Mineralwasser.
Tips zum "richtigen" Sake-Trinken
- Nie den Sake selbst
nachschenken, sondern darauf warten, daß der Nachbar einem einschenkt
- Den Sakebecher anheben, wenn nachgeschenkt wird
- Als Einschenkender die
anderen Gäste nach deren Wichtigkeit bedienen
- Dem Einschenkenden vor
dem Trinken zuprosten